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Archive for Januar, 2010

Mahnwache anlässlich des Holocaust-Gedenktages

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Anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz hielten gestern ca. 40 Menschen mit Transparenten und Kerzen eine Mahnwache auf dem Holzmarkt ab. Es wurde versucht, den Termin wieder in das Gedächtnis der Menschen zu bringen. Auch einige wenige „kontaktfreudige“ des nationalen Widerstands ließen sich nahe der Mahnwache blicken.

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Januar 28th, 2010 at 9:36 am

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Aufruf zur Mahnwache anlässlich des Holocaust Gedenktages

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Ankündigungen

Vor 65 Jahren wurde das KZ Auschwitz durch die Alliierten Truppen befreit. Im Zuge des Internationalen Holocaust Gedenktages wollen wir Jusos Jena den Millionen Opfern des Holocaust mit einer Mahnwache am 27. Januar um 16:30 auf dem Holzmarkt in Jena gedenken.

Mit der Niederlage Deutschlands hat der systematische, industriell betriebene Massenmord sein Ende gefunden. Doch das Ende des Völkermords war kein Ende des Ressentiments, kein Ende des Antisemitismus. Nur wenige Jahre hatte es gedauert, bis zusammen mit einer falschen Kapitalismuskritik altbekannte rassistische Vorurteile neu aufgelegt wurden. Statt zu reflektieren, dass der Kapitalismus vom Mitmachen lebt, projiziert die Mehrheit die eigene wirtschaftliche und gesellschaftliche Schuld auf eine Minderheit. Statt die Chancen der Globalisierung zu erkennen, wird sie als Anlass genommen nationalistischem Denken getarnt als Ökonomismus eine neue Blüte zu verschaffen.

Seit der Befreiung von Auschwitz sind 65 Jahre vergangen. Deutschland ist wieder Großmacht geworden. Deutschland führt wieder Krieg. In einer perversen Umkehrung des Täter- Opfer Verhältnisses stilisiert sich die neue Rechte zum Fürsprecher der im Krieg gefallenen oder im Bombenhagel gestorbenen Faschisten. Sie verschleiern bewusst, dass der Krieg, der aus Deutschland kam, zu Recht nach Deutschland zurückgekehrt ist. Die deutsche Schuld soll relativiert und klein gemacht werden. In der deutschen Gesellschaft treffen sie mit ihrer verdrehten Ideologie auf ein dankbares Publikum.

Das katastrophale und historisch einzigartige Verbrechen der Deutschen an
Millionen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuellen und politisch Andersdenkenden darf nie vergessen werden.

„Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“ (T.W. Adorno)

Deshalb rufen wir zur Mahnwache am 27. Januar um 16: 30 Uhr auf den Holzmarkt auf!

Quelle: Jusos Jena

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Januar 24th, 2010 at 3:25 pm

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Erste Sendung!

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So nun ist es soweit.

Am 29.01. wird es die erste Sendung geben. Und zwar wird es denVortrag von Andreas Benl(s.u.) sowie Ausschnitte aus der Dikussion geben. Beginn ist 15:ooh. Nähere Infos folgen…

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Januar 22nd, 2010 at 4:59 pm

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„Warum Israel“

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Warum Israel

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz. Das KZ gilt heute als Inbegriff der barbarischen deutschen Praxis des Antisemitismus, der sich als Einstellung jedoch weder räumlich auf Deutschland noch zeitlich auf den Nationalsozialismus beschränkt.

Mit der Gründung des Staates Israel 1948 entstand nicht nur ein notwendiger Schutz- und Fluchtraum für Juden und Jüdinnen aus aller Welt. Seit dem hat sich das Gesicht des Antisemitismus verändert. Oftmals versteckt er sich heute hinter einer Kritik am Staat Israel, welche diesem das Existenzrecht abspricht oder mit dem nationalsozialistischen Deutschland vergleicht.
1973 veröffentlichte der Résistance-Kämpfer und Sartre-Weggefährte Claude Lanzmann sein Filmdebüt „Warum Israel“. Auf der Spur der Errungenschaften und Widersprüche des jungen Staates lässt der Film verschiedenste in Israel lebende Menschen zu Wort kommen: Einwanderer, Arbeiter, Intellektuelle, Dockarbeiter, Polizisten und Gefängnisinsassen. Mit Humor und viel Empathie werden vielfältigste Gründe für die Notwendigkeit der jüdischen Nation dargestellt, die bis heute nicht an Bedeutung verloren haben:

Im Oktober 2009 verhinderten linke Antisemiten in Hamburg die Vorführung dieses Filmes – eine „weltweit einmalige“ (Lanzmann) Gewaltaktion, bei der Veranstalter und Gäste unter anderem als „Judenschweine“ beschimpft worden.

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages 2010 und als Protest gegen jede Form des Antisemitismus präsentiert das Saalfelder LINKE-Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala in Zusammenarbeit mit der DGB Jugend Erfurt, der Jungen Gemeinde Stadtmitte Jena und der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen den Film „Warum Israel“.

Termine

25 Januar 2010, 19:00, Ort: Ilmenau, Humboldthörsaal (beantragt)

26 Januar 2010, 19:00, Ort: Suhl, AJK

27 Januar 2010, 19:00, Ort: Erfurt, Jugendbüro filler.

28 Januar 2010, 19:00, Ort: Saalfeld, Haskala

29 Januar 2010, 19:00, Ort: Jena, JG Stadtmitte

Quelle: Haskala

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Januar 20th, 2010 at 2:08 pm

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Vortrag Doppelter Rassismus in der Unique – Warum eine Kritik am Islam notwendig ist

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Zur Rolle der Frau im Islam und zum Ansatz eines universellen Menschenrechts

Datum: Freitag, 15. Januar 2010 – 18:00 Uhr • Ort: Universität Jena, Hörsaal 8, Carl-Zeiss-Str. 3

Fathiyeh Naghibzadeh referiert über die Thematik Frauen im Islam. Sie selbst ist Exil-Iranerin und vor über 20 Jahren aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet. Sie studierte an der Humboldt-Universität in Berlin Gender-Studies und Erziehungswissenschaften. Aus einem ihrer Gender-Seminare entstand der Film „Kopftuch als System“ an dem sie große Anteilnahme hatte. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Stellung der politischen Frau im Islam und porträtiert diese im Iran und Deutschland. In diesem Zusammenhang veröffentlichte sie dazu verschiedene Beiträge in Sammelbänden und gilt seither als gern gesehene Ansprechpartnerin auf diesem Gebiet.
Andreas Benl wird über Kulturrelativismus und dem Ansatz eines universellen Menschenrechts referieren. Er wird sich mehr mit der Unique-Thematik befassen und deren herangezogene „Experten“ hinterfragen. Er schreibt unter anderem für das Berliner Wochenblatt Jungle World und hat mit seinen Arbeiten ebenfalls zu vielen Sammelbänden beigetragen. Er ist einer der Unterstützer des deutsch-österreichischen Projekts „Stop the bomb“.

Ausschlusserklärung des Referats gegen Rechtsextremismus:

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersammlG weisen wir darauf hin, dass Personen, die rechtsextremen Parteien angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äusserungen in Erscheinung getreten sind, von unseren Veranstaltungen ausgeschlossen sind.

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Januar 11th, 2010 at 4:12 pm

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Hallo Jena!

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Da sind wir!

Ab jetzt wird es, vorerst unregelmäßig, später hoffentlich auch regelmäßig, ein einstündiges Radioprogramm geben. Zu empfangen auf UKW 103,4 MHz und im Kabel auf 107,90 MHz sowie im Livestream.

Die erste Sendung wird wohl ein Mitschnitt von einer Veranstaltung des Referates gegen Rechtsextremismus der Uni Jena, mit den Themenschwerpunkten Kulturrelativismus und politische Frauen im Islam, die am 15. Januar 2010 in der Carl-Zeiss-Straße 3 stattfindet und später kommentiert von uns wiederholt wird.

Den Termin dafür geben wir hier noch bekannt.

Soweit erstmal!

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Januar 9th, 2010 at 11:34 pm

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