Inforadio Jena

Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht mit uns!

Archive for the ‘Antisemitismus’ Category

bring back my FLUTLICHT FESTIVAL 2015

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… und los!
Es ist wieder soweit. Eure Lieblingsperspektive steht nach einer personellen Neuaufstellung und den Umbaumaßnahmen an der Rasenmühleninsel wieder in den Startlöchern für das fünfte Flutlicht Festival – welch ein Anlaß. Diesmal setzen wir auf viele Partner und ein Netzwerk an Institutionen, die gemeinsam die umfangreiche Organsisation und Umsetzung übernehmen.
Also haltet euch schonmal den 12. – 14. Juni 2015 im Kalender frei.
Denn dann geht es wieder Schlag auf Schlag im Paradies. Musik, Vorträge, Theater, Workshops, Kino und sportliche Betätigung sorgen keinesfalls für Langeweile. Für dazwischen kann man sich an Getränken und leckerem Essen erlaben, seine Aufmerksamkeit den Ausstellungen und Infoständen widmen oder einfach nur mit Freunden auf der Wiese Platz nehmen und die Stimmung genießen. Auch für die Kleinsten wird was geboten sein, also packt Familie und Freunde ein und beehrt uns mit massig Anwesenheit! Der Eintritt ist wie immer frei.
“Bring back my Flutlicht Festival” haben wir uns dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben. Wer aufgepasst hat, dem springt die Doppeldeutigkeit förmlich ins Auge. Nach der Farce um die Demontage der namensgebenden Leuchtelemente im Stadion unseres geliebten FC Carl Zeiss Jena ist der Anblick der Oberaue ohne die “Giraffen” doch noch etwas seltsam. Genauso seltsam war für viele die dreijährige Abstinenz des Festivals – noch und nöcher wurden die Protagonisten darauf angesprochen, warum, wieso, weshalb – und über Allem der Wunsch, das Festival doch wieder zurück aus der Asservatenkammer der Hintertorperspektive zu holen. Jetzt ist es soweit. Kommt rum und macht die Rasenmühleninsel für ein Wochenende zum eigenen Mikrokosmos.

Fußball! Flutlichtl! Yeah!
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Programm

Freitag

15:00 – 18:00 Kinderprogramm des Querwege e. V.
15:30 – 16:30 Band Perry`s (Indie-Punk / Jena)
16:45 – 17:45 Vortrag „Thüringen – das braune Herz Deutschlands?“
18:00 – 19:00 Improtheater
19:15 – 20:15 Band Brechraitz (Streetpunk / Frauenprießnitz)
20:30 – 22:00 Band The Offenders (2Tone, Mod79, Ska / Cosenza, Berlin)
ab 22:00 Uhr Sommerkino des Querwege e. V. im Schulhof der UniverSaale

Aftershow im Rosenkeller e.V. Jena
Bands:

– Barren (XHardcoreX / Jena)
– All for Nothing (Femalefronted Hardcore / Rotterdam, NL)
– Jimmy Glitschy und der einarmige Karusselbremser (Disco-Stoner / Jena)
DJ: – PaPaBoom (english 70/80s meets jamaican 60s / Erfurt)

Samstag

ab 09:30 Uhr Frühstück auf der Wiese
11:00 – 16:00 Tischtennisturnier
13:00 – 17:00 Graffitiworkshop
13:30 – 14:30 Vortrag „Versteckspieler – Homophobie im Fußball?“
14:00 – 19:00 Skateworkshop mit Crossroads
14:45 – 15:45 Band Bjelomorkanal (Ska / Jena, Berlin)
15:00 – 18:00 Kinderprogramm des Querwege e. V.
16:00 – 17:00 Vortrag „Antisemitismus im Stadion“
17:15 – 18:15 Band The Panjabys (Rock’n’roll / Jena)
18:30 – 19:30 Vortrag „Die Mär vom unpolitischen Hooligan“
19:45 – 20:45 Band Hannes Kinder (Indie-Pop / Erfurt)
21:00 – 22:00 Band Smofte Express (Live-Hip-Hop / Berlin)
ab 22:00 Uhr Sommerkino des Querwege e. V. im Schulhof der UniverSaale

Aftershow im Café Wagner
Bands:

– Schlakks (Hip-Hop / Dortmund)
– Rana Esculenta (Hip-Hop / Leipzig)
DJ: tba

Sonntag

ab 9 Uhr Frühstück auf der Wiese
10:00 – 14:00 Fußballturnier (Anmeldungen unter kontakt@hintertorperspektive.de)
13:00 – 14:00 Band Sad Neutrino Bitches (Trash-Punk / Jena)
14:30 – 16:00 Podiumsdiskussion „RB Leipzig – der Untergang des Fußballs?“
16:15 – 17:30 Band Kalter Kaffee (Liedermaching / Thüringen)
17:45 – 19:00 Band Wooden Peak (zweimannorchester, Acoustic / Leipzig)

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Ausschlussklausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- u. transphobe, oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

www.flutlicht-festival.de
kontakt@hintertorperspektive.de

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Mai 6th, 2015 at 12:29 pm

Vortrag und Diskussion: „Antisemitismus im ostdeutschen Fußball“

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16.05.2013 | 19:00 Uhr | HS 6, CZS 3, Uni Jena

„Fußball in der Mauerstadt, Union spielt jetzt hinter Stacheldraht- was Neues in der DDR der BFC ist jetzt der Herr- Zyklon B für Scheiß Union – in jedem Stadion ein Spion – selbst Ordner sind in der Partei – Deutschland, Deutschland, alles ist vorbei.“ Sprechchor der BFC Dynamo Anhänger in den 80er Jahren.

Fußballstadien waren immer schon weit mehr als nur Orte, auf denen gekickt, gejubelt und getrauert wird. Im Guten wie im Bösen, ist dort mehr erlaubt, als außerhalb der Stadien gesellschaftlich toleriert wird. Hier dürfen Männer Emotionen und Verhal-tensweisen zeigen, die sie andernorts unterdrücken mussten: Sie konnten nach Herzenslust weinen, sich umarmen und küssen, schief und laut singen, sich bunt anziehen und bis zur Lächerlichkeit verkleiden.

Der Freiraum Stadion erlaubt aber auch anderes: Hier darf – wie am Stammtisch – geschimpft und ge-pöbelt werden. Und im Osten der Republik wird da-von gerne und ausgiebig Gebrauch gemacht. „Juden Jena“ oder „Juden Berlin“ waren schon zu DDR-Zeiten sehr beliebte Sprechchöre. Laut Bernd Wag-ner, in der DDR Leiter einer Polizeiabteilung die sich mit dem Phänomen Rechtsextremismus befasste, sammelten sich seit den 60er und 70er Jahren die reaktionärsten Teile der DDR-Gesellschaft in den ost-deutschen Fußballstadien. Das hat sich bis heute kaum geändert.

Über die Entwicklung des Antisemitismus im Fußball sowie speziell sein Ausdruck im ostdeutschen Milieu berichtet ein freier Journalist aus Berlin. Er fährt selbst seit Mitte der 80er Jahre regelmäßig zum Fußball und schreibt für verschiedene Zeitungen darüber.

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April 22nd, 2013 at 4:26 pm

Der Terror aus Gaza und die Unvernunft der deutschen Medien

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Sendung heute um 17:00 Uhr.

Ein Bericht mit mehrere Interviews zur aktuellen Situation in und um Israel.

Einerseits ein Interview mit Tobias Raff, Journalist, der Anzeige erstattete: Raff ist „es leid, immer wieder und wieder den latenten Antisemitismus in unserer Gesellschaft ertragen zu müssen“

Und ein weiteres Interview mit Thomas von der Osten-Sacken, zur aktuellen Situation vor Ort, also in den Nachbarländern.

Und noch eins mit Tilman Tarach zum Gedanken des ewigen Sündenbocks.

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November 16th, 2012 at 2:40 pm

Stop the Bomb Jena

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via: Stop the Bomb Jena

Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!

Uneingeschränkte Solidarität mit Israel!

 

Im Jahr 2011 hat die Analytik Jena AG an der Iran Oil Show in Teheran/Iran teilgenommen und plant sich erneut im April 2012 dort zu präsentieren. Auch nach dem Beschluss der EU-Sanktionen gegen die islamische Republik im Januar 2012 preist die AG auf ihrer Homepage die großen geschäftlichen Möglichkeiten, die diese Industriemesse bereitstelle.[1] Zur Vermarktung ihrer Produkte greift sie auf einen im Iran ansässigen Vertriebshändler[2] zurück.

Auf der Iran Oil Show bieten zahlreiche deutsche Unternehmen direkt oder über Partnerfirmen ihre Technologien für den sanktionierten iranischen Markt an.[3] Das iranische Regime wirbt hier für Geschäfte im Energiesektor und schlachtet die Teilnahme europäischer Firmen propagandistisch aus. Mahmud Ahmadinedschad, seines Zeichens iranischer Präsident, der keine Gelegenheit ungenutzt lässt, für die Vernichtung Israels zu werben, besuchte 2011 die Messe.

Der Energiesektor ist der Lebensnerv eines Regimes, das den Holocaust leugnet, Homosexuelle hinrichtet, Frauen knechtet, Gewerkschaften verfolgt, weltweit antisemitischen Terror finanziert, eine Atombombe bauen will und die Auslöschung Israels zum Staatsziel erhoben hat. Wer mit dem iranischen Regime Geschäfte macht, unterstützt diese Politik. Deutsche Firmen wie die Analytik Jena AG sind mit verantwortlich dafür, dass das Regime seinen Terror und sein Nuklearprogramm gegen Israel ebenso wie seine Politik der Menschenrechtsverletzungen weiter verfolgen kann. Einnahmen aus dem Energiesektor machten 2009/2010 fast 50% des iranischen Staatsbudgets und 80% des Exporteinkommens aus.[4] Der größte Teil des iranischen Energiesektors ist in staatlichem Besitz.[5] Das Ölministerium, auf dessen Pläne die Analytik Jena AG ihre Geschäftshoffnungen stützt, steht unter der Leitung von Rostam Ghasemi, einem ehemaligen General der antisemitischen Revolutionsgarden. Iranische Geschäftspartner sind meist Firmen, die zum Wirtschaftsimperium der Revolutionsgarden gehören und einen Großteil der Projekte im Energiesektor durchführen.[6] Die Revolutionsgarden stehen auf der US-Terrorliste und seit Juli 2010 auch auf der EU-Sanktionsliste.

Die Teilnahme an der Iran Oil Show und die geschäftlichen Beziehungen der Analytik Jena AG, die sich auf den iranischen Energiesektor beziehen, sind auf das Schärfste zu verurteilen. Die AG steht unter dringendem Verdacht, gegen EU-Sanktionen zu verstoßen.

Die Möglichkeit eines nuklear bewaffneten Iran ist mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern.

 

Ein Regime, das den Holocaust leugnet und die Vernichtung Israels will, muss beseitigt werden.

 

Jene Opposition im Iran, die nicht antisemitisch ist und darum eine wirkliche Alternative zum gegenwärtigen Regime darstellt, muss unterstützt werden.

 

Uneingeschränkte Solidarität mit Israel ist dringend geboten: Die Analytik Jena AG muss ihre Geschäftsbeziehungen im Energiesektor zum Iran sofort einstellen.

 

 

März 2012 / www.stopthebombjena.wordpress.com

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[1] „The Iran Oil Show is the most prestigious and largest attended specialized event in the Middle East. It provides unparalleled windows of opportunity for those interested to achieve a lucrative business within the extensive development plans announced by the Iranian Petroleum Ministry.“ (http://www.analytik-jena.de/de/Analysemesstechnik/Veranstaltungen__39 65).

[2] Arman Tandorost Co., No. 2 Etminan Bldg., Talegani Valiasr Crossroad, P.O. Box 14155-3114, 14169 Tehran.

[3] Eine Liste der 2011 beteiligten deutschen Firmen findet sich unter: http://de.stopthebomb.net/d-iran/iran-oil-show-2011.html#c2000.

[4] Central Bank of the Islamic Republic of Iran, Annual Review 1388 (2009 / 2010), S. 15 u. 18. (http://www.cbi.ir/page/7575.aspx).

[5] Eine Liste der Firmen, die dem iranischen Ölministerium unterstehen, findet sich unter: http://www.iranoilgas.com/companies/whoiswho.

[6] RAND Coorporation, The Rise of the Pasdaran, 2009, S. 59ff. (http://www.rand.org/content/dam/rand/pubs/monographs/2008/RAND_ MG821.pdf).

[7] Auf deutsche Behörden wird man sich, was eine Durchsetzung von Sanktionen gegen den Iran anbelangt, kaum verlassen können. 2011 etwa erhielten Lieferungen für den damals schon sanktionierten iranischen Energiesektor im Wert von 150 Millionen Euro selbst dann noch eine Genehmigung, als die Verwicklung von Tarnfirmen der iranischen Revolutionsgarden in diese Geschäfte überdeutlich wurde. Vgl. dazu die Pressemitteilungen von Stop the Bomb „Bundesamt für Ausfuhrkontrolle hat trotz Warnungen monatelang Iran-Geschäfte genehmigt“ (http://de.stopthebomb.net/de/d-iran/hansa.html), sowie „Wird Deutschland auch neue Iran-Sanktionen der EU unterlaufen?“ (http://de.stopthebomb.net/presse/presseaussendungen.html).

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März 15th, 2012 at 11:33 am

Sendung über die aktuellen Geschehnisse um Israel und iran

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Interviews mit Tal Gat (Leiter der Öffentlichkeitsabteilung der israelischen Botschaft in Berlin) und Oliver M. Piecha (promovierter Historiker, Mitherausgeber des Buchs „Verratene Freiheit – Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens“) morgen ab 17h Live auf dem OKJ.

Foto: haolam.de

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Februar 16th, 2012 at 11:39 pm

Nächste Sendung am kommenden Freitag

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Nachdem sich Artikel der Süddeutschen Zeitung zur kommenden Gründung des Staates Palästina wie Mitteilung von Abbas Regierungssprecher lesen und allgemein viel über Israel diskutiert wird, gibt es wieder einen Beitrag zu eben diesem Thema. Leo Elser, Redakteur und Autor der Pólemos und Bahamas-Autor, hielt letztes Wochenende bei den Thementagen Antisemitismus in Freiburg einen interessanten Vortrag dazu.  Am Freitag, den 16.09 wird es also den Vortrag „Darf man Israel kritisieren“ von Leo Elser ab 17h zu hören geben. Der Ankündigungstext zu dem Vortrag liest sich wie folgt:

Über Mei­nung und Ideo­lo­gie

Dass man Is­ra­el „selbst­ver­ständ­lich“ kri­ti­sie­ren dürfe, be­ken­nen selbst so­ge­nann­te pro-​is­rae­li­sche „Hard­li­ner“. Doch wie steht es ei­gent­lich um die Frage, die sie damit in vor­aus­ei­len­dem Ge­hor­sam be­ant­wor­ten?

Ob man Is­ra­el kri­ti­sie­ren darf, lässt sich ganz leicht be­ant­wor­ten, wenn man die Frage rein wört­lich nimmt: was man darf und was nicht re­gelt üb­li­cher­wei­se ein Ge­setz. Nach § 130 StGB sind die­je­ni­gen Spiel­ar­ten der Is­rael­kri­tik ver­bo­ten, die den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und die Er­mor­dung der Juden ver­herr­li­chen. Doch so will es na­tür­lich nicht ge­meint haben, wer die Frage stellt. Doch was meint sie ei­gent­lich? Zu­meist un­ter­stellt sie ein Tabu, das es gar nicht gibt. Auf eine sinn­lo­se Frage zu ant­wor­ten ist, wie wenn einer den Stier melkt und ein An­de­rer ein Sieb dar­un­ter hält. Doch sie ist nicht ein­fach nur eine dumme und sinn­lo­se Frage – das wäre noch harm­los. Sie tritt ab­sichts­voll naiv als ju­ris­ti­sche Frage auf, ist aber kal­ku­liert po­li­tisch. Wäh­rend das Recht, hier: das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung, so scheint, als wäre es rein for­mal und sich damit die Frage da­nach, ob eine be­stimm­te Mei­nung rich­tig oder falsch ist, gar nicht stel­len kann, sind po­li­ti­sche Aus­sa­gen in­halt­lich, d.h. wahr­heits­fä­hig. Durch die ab­sichts­vol­le Ver­mi­schung die­ser Ebe­nen ver­sucht sich, wer der die Frage stellt, ob man Is­ra­el kri­ti­sie­ren dürfe, der Kri­tik zu ent­zie­hen. Der Vor­trag will zei­gen, wie sich die der­art als Ta­bu­bruch in­sze­nie­ren­de Is­rael­kri­tik als bloße Mei­nung gegen den jü­di­schen Staat er­weist, die sich selbst wie­der­um gegen Kri­tik ab­dich­tet, d.h. in letz­ter Kon­se­quenz Kri­tik am An­ti­se­mi­tis­mus ta­bui­sie­ren möch­te.

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September 14th, 2011 at 4:44 pm

Passend zur heutigen Sendung

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Nachdem wir uns vor kurzem der Forderung nach einer Verurteilung des Boykotts israelischer Produkte angeschlossen haben, zeigt sich der Jugendverband der Linken in Jena wiedermal von seiner häßlichen Seite. Daher passt das Thema unserer heutigen Sendung umso besser, wenn es darum geht „nichts gelernt und nichts vergessen“ zu haben. Worum es hier geht ist ein Foto, dass uns zugeschickt wurde, auf dem ein „Fight Terror, Support Israel“ Sticker, von Mitgliedern der Linkjugend.solid, mit einem anderen Sticker überklebt wurde. Passender Weise macht der Sticker der solid darauf aufmerksam, dass unter ihm ein Nazisticker verschwunden ist. Wenn man also bedenkt, dass die Jenaer Ortsgruppe der solid die Boykottaktion des Bremer Friedensforums NICHT verurteilte und dann israelsolidarische Sticker als Nazisticker erkennt, bleibt nur zu hoffen, dass sie sich auf den Männer- und Frauendecks vermeintlicher Hilfsflotten einnisten und am Besten erst im Iran wieder an Land gehen. Also liebe Linksjugend.solid auf in den Kampf. Uns bleibt zum Abschluss nur zu sagen: Lang lebe Israel!

Besagtes Foto:

Und zum Vergleich der Sticker, den die Antisemiten für einen Nazisticker halten(was ja schon vieles über ihre Ideologie aussagt):

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April 15th, 2011 at 10:51 am

Boykott israelischer Produkte verurteilt.

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Mitglieder und Sympathisant/innen der Partei DIE LINKE verurteilen den Boykott israelischer Produkte

Die Bremer Kampagne „Boykottiert Israels Früchte – Rettet das palästinensische Volk“ wurde bereits u.a. von dem renommierten Historiker Julius Schoeps als das entlarvt, was sie ist: Antisemitismus, der an die NS-Parole „Kauft nicht bei Juden“ erinnert.

Dieser Einschätzung schließen wir uns an.

Die Deutung der Boykottaktion liegt nicht in der Hoheit des “Bremer Friedensforum”, sondern bei den Betrachter_innen.

Somit schützt auch die vorab ausgegebene Distanzierung von der NS-Parole “Kauft nicht bei Juden” nicht vor der allzu berechtigten Kritik, an selbige anzuknüpfen.
Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner halten es zudem für eine irrationale und falsche Forderung des „Bremer Friedensforum“, eine ganze Volkswirtschaft für eine Politik, die man für kritikwürdig hält, in Geiselhaft zu nehmen. Diese Form der polarisierenden Symbolpolitik, wie sie das „Friedensforum Bremen“ praktiziert, schürt gesellschaftlich verbreitete antisemitische Vorurteile durch die Illusion einfacher Lösungen und einseitiger Schuldzuweisungen an den Staat der Holocaust-Überlebenden. Wir distanzieren uns von den, sich als Linke verstehenden, Protagonist/innen derartiger Boykottaktionen nicht nur in Bremen und erwarten eine eindeutige und deutliche Positionierung des Landesverbandes DIE LINKE Bremen sowie der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft.

Quelle

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März 27th, 2011 at 10:21 pm

„Warum Israel“

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Warum Israel

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz. Das KZ gilt heute als Inbegriff der barbarischen deutschen Praxis des Antisemitismus, der sich als Einstellung jedoch weder räumlich auf Deutschland noch zeitlich auf den Nationalsozialismus beschränkt.

Mit der Gründung des Staates Israel 1948 entstand nicht nur ein notwendiger Schutz- und Fluchtraum für Juden und Jüdinnen aus aller Welt. Seit dem hat sich das Gesicht des Antisemitismus verändert. Oftmals versteckt er sich heute hinter einer Kritik am Staat Israel, welche diesem das Existenzrecht abspricht oder mit dem nationalsozialistischen Deutschland vergleicht.
1973 veröffentlichte der Résistance-Kämpfer und Sartre-Weggefährte Claude Lanzmann sein Filmdebüt „Warum Israel“. Auf der Spur der Errungenschaften und Widersprüche des jungen Staates lässt der Film verschiedenste in Israel lebende Menschen zu Wort kommen: Einwanderer, Arbeiter, Intellektuelle, Dockarbeiter, Polizisten und Gefängnisinsassen. Mit Humor und viel Empathie werden vielfältigste Gründe für die Notwendigkeit der jüdischen Nation dargestellt, die bis heute nicht an Bedeutung verloren haben:

Im Oktober 2009 verhinderten linke Antisemiten in Hamburg die Vorführung dieses Filmes – eine „weltweit einmalige“ (Lanzmann) Gewaltaktion, bei der Veranstalter und Gäste unter anderem als „Judenschweine“ beschimpft worden.

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages 2010 und als Protest gegen jede Form des Antisemitismus präsentiert das Saalfelder LINKE-Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala in Zusammenarbeit mit der DGB Jugend Erfurt, der Jungen Gemeinde Stadtmitte Jena und der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen den Film „Warum Israel“.

Termine

25 Januar 2010, 19:00, Ort: Ilmenau, Humboldthörsaal (beantragt)

26 Januar 2010, 19:00, Ort: Suhl, AJK

27 Januar 2010, 19:00, Ort: Erfurt, Jugendbüro filler.

28 Januar 2010, 19:00, Ort: Saalfeld, Haskala

29 Januar 2010, 19:00, Ort: Jena, JG Stadtmitte

Quelle: Haskala

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Januar 20th, 2010 at 2:08 pm

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