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Archive for the ‘Nationalismus’ Category

Sendung zur Rolle der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg

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05.06.2015 | 17:00 Uhr | 103,4 MHz oder im Livestream

Am 27.05. fand im Thüringer Landtag die erste Anhörung über die Änderung des Feiertagsgesetzes statt. Dabei ging es um die Einführung eines Gedenktags am 8. Mai. Doch dabei blieb es nicht. Wolfgang Fiedler von der CDU wollte beispielsweise klarstellen, dass die Wehrmacht doch gar nicht so schlimm gewesen sei und den Krieg gar nicht wollte. Zitat: „Das war nicht die deutsche Wehrmacht, sondern das war Hitler und Co.“ Die weiteren Äußerungen sind hier nachzuhören: http://plenumonline.fem.tu-ilmenau.de/thueringen/Default.aspx?TOPcount=1

Das man solche Äußerungen im Jahr 2015 noch zu hören bekommt ist schon etwas seltsam. Zumal sie aus der Reihe des sogenannten bürgerlichen Spektrums kommen und nicht aus Reihen der extremen Rechten.

Daher haben wir dies zum Anlass genommen und werden mit Hannes Heer über die Rolle der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg sprechen. Hannes Heer war einer der inhaltlich prägenden wissenschaftlichen Gestalter der Wehrmachtsausstellung und später auch Leiter derselben. Nach seinem Ausscheiden aus der Ausstellung ist er als freier Autor, Herausgeber und Ausstellungsmacher tätig.
Seine Themenschwerpunkte sind die Erinnerungspolitik und die Konstruktion von Geschichte, insbesondere die Aufarbeitung der NS-Zeit. In den Werken „Vom Verschwinden der Täter“ (2004) und „Hitler war’s“ (2005) untersuchte er die Tendenz, die Geschichte des Nationalsozialismus als eine Geschichte von „Taten ohne Täter“ zu präsentieren.

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Juni 2nd, 2015 at 11:25 am

Journalisten-Erfassung als “Gefahrenabwehr”

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via Störungsmelder

Während des extrem rechten „Eichsfeldtages“ kam es zu Behinderungen der Pressearbeit durch die Polizei: Fotografen wurde versucht das Fotografieren zu untersagen und die Polizeiführung wies sogar an, die privaten Daten der anwesenden Journalisten zu sammeln.

Von Felix M. Steiner

Ein Polizeibeamter verlangt Zugriff auf die Kamera eines Fotografen, Foto: Felix M. Steiner

Als am vergangenen Samstag rund 400 Neonazis zum RechtsRock-Event „Eichsfeldtag“ nach Thüringen reisten, waren auch Fachjournalisten vor Ort, die die Veranstaltung dokumentierten und darüber berichteten. Bereits zu Beginn der Veranstaltung behinderten einzelne Polizeibeamte die Arbeit der Journalisten, als sie den anwesenden Fotografen vorschreiben wollten, was diese fotografieren dürften und was nicht. Die Arbeit eines Fotografen wurde so in offensichtlich völliger Unkenntnis der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch einen sachsen-anhaltinischen Beamten stark eingeschränkt. Der Polizeibeamte versuchte sogar auf die Kamera des Fotografen zuzugreifen, um das Bildmaterial zu sichten. Erst nach Beschwerden beim zuständigen Polizeiführer und dem Verweis auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen konnte der Fotograf seine Arbeit fortsetzen. Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union (DJU) verurteilt das Vorgehen der Beamten scharf. „Es gibt kein Recht des Staats, Zensur zu üben. Ohne entsprechende richterliche Anordnung darf in einer solchen Situation niemand gezwungen werden, Material, ob Bilder oder Aufzeichnungen offen zu legen“, sagte die Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß gegenüber ZEIT ONLINE.

 

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Mai 21st, 2014 at 10:34 am

Unabhängigkeitstag in Polen

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Heute ist in Polen wieder Nationalfeiertag. Es gab bereits einen Angriff von Nazis auf ein alternatives Jugendzentrum.

Jedes Jahr am 11.11. wird in ganz Polen die polnische Unabhängigkeit gefeiert. In Warschau finden jedes Jahr zu diesem Tag Demonstrationen statt. Regelmäßig kommt es dabei im Verlauf des sogenannten Unabhängigkeitesmarsches zu Ausschreitungen und Übergriffen von Ultranationalisten und Nazis.

Vor zwei Jahren sprachen wir zu diesem Thema mit einem polnischen Antifaschisten über die Situation in Polen, den Marsch der Nazis und anderes. Wir wollen ihn an dieser Stelle erneut dokumentieren.

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November 11th, 2013 at 5:40 pm

Nächste Sendung!

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So, endlich geht es wieder richtig los. Am kommenden Mittwoch, den 10.11 wird es von 16-18h unsere nächste Sendung geben. Zu hören gibt es einen Vortrag von Robert Kurz und aktuelle Informationen aus Jena. Also, ihr dürft gespannt sein, auf das, was euch erwartet. Bis dahin, eine schöne Woche.

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November 2nd, 2010 at 7:52 pm

Deutschtum als Prinzip – Vortrag über studentische Verbindungen

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04. November 2010, 19.00 Uhr; Carl-Zeiss-Straße 3, Hörsaal 8

Das Referat gegen Rechts des StuRa der FSU-Jena veranstaltet zusammen mit “keinefarben.blogsport.de” einen Vortrag zu studentischen Verbindungen

Studentische Verbindungen sind politisch. Ob Burschenschaft, Landsmannschaft oder Corps: Sie alle eint die Idee, eine Deutschnationale Führungselite in möglichst vielen Bereichen der Gesellschaft zu etablieren.

Die Funktionsweise ist offensichtlich: Häufig schon entsprechen vorgeprägte, junge Studenten treten in eine Verbindung ein, durchlaufen die Verbindungsinterne „Erziehung“ und stehen am Ende als „Alter Herr“ mit einem, zum Verbindungswesen passenden, Nationalismus und Elitedünkel in Spitzenpositionen der Gesellschaft. Im Anschluss fördern sie ihrerseits jüngere Verbindungsbrüder mit Seilschaften und Geldspenden.
Dieses korporierte Prinzip funktioniert mittlerweile schlechter als zu Hochphasen des Verbindungswesens, auch wenn es alles andere als tot zu sein scheint. In Zeiten des zunehmenden Rassismus und „ungezwungem Nationalstolz“ können auch Studentenverbindungen wieder mit zulauf rechnen.

Der Vortrag wirft daher einen Blick in die „Blackbox“ Studentenverbindung und geht der Frage nach, wie die Verbindungen den alltäglichen Nationalismus im deutsch-sprachigen Raum begünstigen.


Für Bier und alkoholfreie Getränke ist gegen eine Spende gesorgt!


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November 2nd, 2010 at 7:49 pm

Roter Oktober in Leipzig

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Leipzig / 16. Oktober / Call For Action > Aufruf zu antifaschistischen Protestaktionen

Mit mehreren Aufmärschen wollen Neonazis am 16. Oktober durch Leipzig ziehen. Das braune Spektakel steht unter dem Motto „Recht auf Zukunft“ und soll nachholen, was vor fast genau einem Jahr gescheitert ist: Am 17. Oktober 2009 steckten mehr als 1300 Neonazis für viele Stunden im Leipziger Osten fest, abgeschirmt durch die Polizei und eingekeilt von Protestblockaden. Diese sind dank 3000 Gegendemonstrant_innen erfolgreich gewesen. Nun steht derselbe Spuk wieder an – und wir erwägen alles Nötige, um ihn wieder zu beenden.
Ihre Aufmärsche dienen der Verbreitung rechter Propaganda. Das Aufmarschgebiet wird zur Angstzone für alle, die dem Feindbild der Neonazis entsprechen.

Wir – das Antifabündnis Roter Oktober – rufen daher alle fortschrittlich denkenden Menschen dazu auf, am 16. Oktober in Leipzig gegen Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus auf die Straße zu gehen – und alle Naziaufmärsche zu verhindern!

Wie das geht?
1. Holt euch aktuelle Infos vom Bündnis Roter Oktober auf http://1610.blogsport.de
2. Sagt euren Freund_innen bescheid! Besprecht, was ihr an dem Tag machen wollt.
3. Vernetzt euch! Macht selber Werbung: Mündlich, im Internet und überall!
4. Informiert euch kurz vor dem 16. Oktober nocheinmal gründlich. Benutzt am Tag die Informationsstrukturen (WAP Ticker für’s Handy, Infotelefon, Radio Blau)
5. Am 16.10.: Arsch hoch! Raus auf die Straße und alle Naziaufmärsche verhindern!

Quelle

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Oktober 5th, 2010 at 12:46 pm

Nächste Sendung

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So da habt ihr es. Jetzt wo überall wieder rote Fahnen mit einem schwarzen Balcken oben und einem gelben Balcken unten wehen, haben wir uns überlegt, wiedermal eine Sendung zu machen. Diese könnt ihr am kommenden Dienstag, den 22.6 um 20h hören. Wir beschäftigen uns diesmal, wen wunderst, mit Tschland. Themen sind die Abschiebepraxis, der Rücktritt Köhlers und die Rüstungsindustrie. Wir wünschen euch viel Spaß.

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Juni 17th, 2010 at 5:36 pm

Bella italia vs. Die Angst vor dem Postfaschismus

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Nachdem es am letzten Wochenende bei den italienischen Regionalwahlen erneut einen Rechtsruck gab, werden wir in einer der nächsten Sendungen einen Vortrag passend zum Thema senden:

„Italien ist Europa. Italien ist eigentlich gleich um die Ecke und doch präsentiert sich einem eine vollkommen andere Gesellschaftlichkeit. Nach dem 2. Weltkrieg hatte Italien, gestärkt durch das Bewusstsein der Befreiung (der PartisanInnenbewegung) vom Faschismus und der deutschen Besatzung, die stärkste kommunistische Partei Europas. Dies führte zur Verankerung diverser kultureller Traditionen, eines Klassenbewusstseins in der Gesellschaft.

Doch Italiens Geschichte war spätestens seit dem 2.Weltkrieg schon immer gezeichnet durch ein stark umkämpftes gesellschaftliches Feld von rechts wie auch von links. In dem Vortrag soll eine Bestandsaufnahme und der Versuch einer Darstellung der gegenwärtigen Situation in Italien mit Blick auf die Vergangenheit gemacht werden. Wo ist diese einst starke sowohl Parteiorientierte als auch eher Bewegungsorientierte Linke hin in Italien? Wieso verliert die Linke in diesem Stellungskrieg um Hegemonie immer mehr an Halt, während die (extreme) Rechte auf dem Vormarsch ist und ehemalige Gesellschaftskulutrelle Spezifica Italiens transformiert werden? Wieso geschieht nichts gegen die Berlusconi Regierung?“

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März 31st, 2010 at 1:06 pm

Havanna Club Bar: Man kann nicht immer glücklich sein, besonders nicht hier!

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Die Betreiber der Havanna Bar haben aus der Vergangenheit leider nichts gelernt. Nachdem im Mai vergangenen Jahres vier Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe der Zutritt zu Bar von den hauseigenen Securitys verweigert wurde, da sie kriminell seinen, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. (Quelle)

In der Havanna Bar fielen in letzter Zeit aber nicht nur die Securitys durch unsachgemäßes Verhalten auf, sonder auch die Barkräfte. Diese, zu mindestens die männlichen, trugen ganz offen T-Shirts, der aus dem rechten Spektrum stammenden Marke „Max H8“, mit dem Untertitel „Germania“. Diese Barkräfte hegen auch vor dem Club guten Kontakt zu Menschen, die ebenfalls eindeutig Marken aus der rechten Szene tragen. Weiterhin wurde am Donnerstag, den 18. Februar 2010, einem Koreaner der Zutritt zur Bar von einem Security verwehrt. Dies wurde damit begründet, dass er vor mehreren Monaten eine Zigarette in dem Club geraucht habe.

Falls euch etwas ähnliches passiert ist oder ihr jemanden kennt, dann meldet euch doch einfach mal bei uns. Schreibt und einfach eine Mail an jena. inforadio [ät] gmx. net

Weitere Infos zur Marke MaxH8 gibt es hier:

Tagblatt, OSZ gegen Rechts, Nazi-Outing in Braunschweig

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/jugend_artikel,-Mode-fuer-Jungnazis-_arid,52906.html

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Februar 21st, 2010 at 2:44 pm

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